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Misha Mengelberg, geboren 1935 in Russland (seit 1947 in Amsterdam), und Stevko Busch, geboren 1966 im Rheinland spiegeln in dieser Begegnung europäisches Zeitgeschehen wider.
Auf der Grenzlinie zwischen zeitgenössischer Komposition und Improvisation führen diese beiden Pianisten ihr Gespräch über musikalische Visionen und Erinnerungen. Sie geben einander das Wort, greifen einander an und fallen sich in die Rede; hin und wieder sind sie sich einig...; und sie entfalten auf diese Weise einen Reichtum an klanglichen Facetten der Kommunikation. Daß Form und Inhalt der Musik hierbei die Priorität vor theatralischen Gebärden innehaben, ist nicht zuletzt der Meisterschaft Misha Mengelbergs sowie der neugierigen Bescheidenheit Stevko Buschs zu verdanken. Der Ältere steht als Ikone der improvisierten Musik in Weltruf. Gustav Mahler war zeitweise zu Gast im elterlichen Haus, Mengelberg traf 1958 John Cage in Darmstadt, spielte im Quartett mit Eric Dolphy, 1961 - 63 nahm er an verschiedenen Fluxus - Aktivitäten teil, gründete mit anderen einige vielbeachtete Organisationen wie BIM (Gewerkschaft für improvisierende Musiker), SJIN (Stichting Jazz en geimproviseerde muziek in Nederland), Bimhuis und STEIM (Studio Elektro-Instrumentale Musik). Sein 1967 zusammen mit Willem Breuker und Han Bennink gegründetes ICP-Orchestra hat internationale Beachtung erlangt. Stevko Busch ist als innovativer Komponist und Improvisator ein neugieriges Gegenüber in dieser vielschichtigen Kommunikation zweier Generationen und Kultursplitter. Sounds:
Live 2001-12-29 in Paradox, Tilburg (NL) MiniDisc-recorded by Joop Mutsaers |
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